EEG-Förderung läuft aus: So nutzen Sie Ihre alte PV-Anlage weiter sinnvoll

EEG-Förderung läuft aus: So nutzen Sie Ihre alte PV-Anlage weiter sinnvoll

  • 24. Juni 2025
  • Christine Sebastian
  • Lesezeit: 6 Minuten

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Sie besitzen eine Photovoltaikanlage, die vor rund 20 Jahren installiert wurde? Dann endet bald Ihre EEG-Förderung. Doch was passiert danach – und wie können Sie das volle Potenzial Ihrer Anlage weiterhin nutzen? Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben und warum ein Nachrüstspeicher eine gute Lösung ist.

Themen

1. Was passiert nach 20 Jahren EEG-Förderung?

Seit dem Jahr 2000 wurden in Deutschland zahlreiche Photovoltaikanlagen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Diese Förderung garantierte für 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung – doch nun läuft sie für die ersten Anlagen aus. Was bedeutet das konkret für Betreiber von Anlagen, die auf Volleinspeisung ausgelegt sind?

Die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung entfällt, und stattdessen erhalten Anlagenbesitzer nur noch den sogenannten Marktwert für ihren eingespeisten Strom. Dieser liegt deutlich unter dem bisherigen Vergütungssatz – meist nur bei etwa 4 bis 7 Cent pro Kilowattstunde, abhängig von der aktuellen Börsenlage. Im Jahr 2024 betrug der durchschnittliche Jahresmarktwert Solar lediglich 5,86 Cent/kWh – und davon wird auch noch eine Vermarktungspauschale abgezogen (2024: 1,8 Cent/kWh). Wer ein intelligentes Messsystem nutzt, zahlt nur die Hälfte der Pauschale.

In einer einjährigen Übergangsphase wird der eingespeiste Strom zu einem monatlich gemittelten Börsenpreis vergütet. Danach erfolgt die Einspeisung zu den Konditionen des Jahresmarktwerts, außer man schließt einen neuen Vermarktungsvertrag (für größere Anlagen) ab. Schon heute liegt der real erzielte Strompreis vieler älterer Anlagen bei lediglich 2 bis 6 Cent pro Kilowattstunde – während Haushaltsstrom aus dem Netz rund 30 Cent kostet. Hinzu kommen laufende Betriebskosten, wodurch sogar ein jährlicher Defizit möglich ist. Die wirtschaftliche Konsequenz liegt auf der Hand: Einfach weitermachen wie bisher lohnt sich kaum noch.

2. Warum Eigenverbrauch jetzt so attraktiv ist

Die gute Nachricht: Die Rahmenbedingungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Während ältere Photovoltaikanlagen häufig so konfiguriert waren, dass der gesamte erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist wurde und Haushaltsstrom parallel aus dem Netz bezogen werden musste, hat sich dieses Prinzip inzwischen gewandelt. Heute ist es Standard, dass neue Anlagen – und auch nachgerüstete Altanlagen – den erzeugten Solarstrom zunächst im eigenen Haushalt verbrauchen. Nur der nicht benötigte Überschuss wird noch ins öffentliche Netz eingespeist. Zudem ist die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch inzwischen vollständig entfallen, was bedeutet, dass für selbst genutzten Solarstrom keine zusätzlichen Abgaben mehr anfallen.

All das macht den Eigenverbrauch wirtschaftlich besonders attraktiv: Denn jede Kilowattstunde, die im eigenen Haushalt genutzt wird, spart rund 30 Cent Netzstromkosten – anstatt sie für nur wenige Cent ins Netz abzugeben.

3. Ihre Optionen im Überblick

Wenn Ihre PV-Anlage 20 Jahre alt wird, haben Sie im Prinzip fünf Möglichkeiten:

Option Vorteile Nachteile
Weiter einspeisen ohne Umrüstung Kein Aufwand, alte Technik bleibt erhalten Sehr niedrige Vergütung, kaum rentabel
Direktvermarktung Professionelle Vermarktung möglich Komplexe Verträge, lohnt sich meist erst ab größeren Anlagen (>100 kWp)
Umstellung auf Eigenverbrauch ohne Speicher Einsparung durch selbst genutzten Strom, geringe Kosten Begrenzter Eigenverbrauchsanteil, Stromüberschuss geht verloren
Umstellung auf Eigenverbrauch + Speicher Höchste Ersparnis, maximale Unabhängigkeit vom Netz Anfangsinvestition in Speicher notwendig
Bestehende Anlage durch neue ersetzen Leistungsstärkere Module bei gleicher Fläche, neuste Technologie, neue Förderung möglich Hohe Investitionskosten, Demontage der alten Anlage erforderlich

 

Unsere Empfehlung: Eigenverbrauch erhöhen oder Altanlage modernisieren
Deutlich attraktiver wird Ihre Ü20-Anlage, wenn Sie den Solarstrom selbst nutzen – denn jede Kilowattstunde, die Sie nicht teuer vom Energieversorger kaufen müssen, senkt direkt Ihre Stromrechnung. Die Umstellung auf Eigenverbrauch lohnt sich besonders, wenn Ihre Anlage noch gut läuft. Technisch notwendig ist dafür eine Anpassung im Zählerschrank, die je nach Aufwand zwischen ca. 200 € und mehreren Hundert Euro kostet – etwa bei älteren Elektroinstallationen oder wenn ein neuer Zählerschrank nötig wird.

Möchten Sie auf Eigenverbrauch umstellen oder Ihre Altanlage modernisieren? Wir beraten Sie – kostenlos und unverbindlich.

4. Warum sich ein Nachrüstspeicher lohnt – und welchen wir empfehlen

Wer den Eigenverbrauch seines Solarstroms maximieren will, kommt um einen Stromspeicher kaum herum. Ohne Speicher nutzen Sie meist nur etwa 20–30 % Ihres erzeugten Stroms selbst – der Rest fließt ungenutzt ins Netz und wird aktuell nur mit dem niedrigen Marktwert von rund 4–7 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Ein Speicher dagegen hebt Ihren Eigenverbrauchsanteil oft auf 60–80 % – und macht Sie deutlich unabhängiger von Strompreissteigerungen. So können Sie auch abends oder bei wenig Sonne Ihren selbst erzeugten Strom nutzen.

Das macht einen Nachrüstspeicher gerade bei älteren PV-Anlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung besonders attraktiv. Doch auch für alle, die sich in den letzten Jahren eine Photovoltaikanlage bewusst ohne Speicher haben installieren lassen – etwa aus Kostengründen oder weil Stromspeicher damals noch teurer waren – kann sich die Nachrüstung jetzt lohnen. Die Preise sind inzwischen deutlich gefallen, während die Stromkosten stetig steigen. Wer seinen Eigenverbrauch heute erhöht, senkt effektiv seine Stromrechnung und steigert die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage – ganz unabhängig vom ursprünglichen Installationszeitpunkt.

Der EcoFlow PowerOcean DC Fit ist dafür besonders interessant – aus mehreren Gründen:

  • Herstellerunabhängig: Der Nachrüstspeicher von EcoFlow lässt sich unkompliziert in bestehende Anlagen integrieren – ganz gleich, von welchem Hersteller und ohne Wechsel des Wechselrichters.
  • Modular & flexibel: Sie entscheiden, wie viel Speicherkapazität Sie brauchen – und können später erweitern.
  • Preis-Leistung top: Die Preise für Stromspeicher sind stark gefallen – EcoFlow ist im Vergleich besonders attraktiv.

Gerade bei Altanlagen rechnet sich der Speicher schneller als viele denken: Die PV-Module sind längst abbezahlt, sodass Sie nur noch in den Speicher investieren müssen. Des Weiteren ist ein Speicher oft die einzige Möglichkeit, wirtschaftlich aus dem Betrieb noch Erträge zu ziehen.

5. Lohnt sich ein Speicher auch für eine 20 Jahre alte PV-Anlage?

Die kurze Antwort auf die Frage, ob sich ein Stromspeicher lohnt, lautet: Ja – in den meisten Fällen. Während Stromspeicher früher als teuer galten und sich ihre Anschaffung oft erst nach vielen Jahren amortisierte, sieht die Situation heute deutlich anders aus. Die Preise für Speicherlösungen sind in den letzten Jahren stark gefallen.

Diese rasante Preisentwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer technologischer und wirtschaftlicher Fortschritte: Dazu zählen etwa die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie, effizientere Batteriemanagementsysteme, die wachsende Nachfrage durch die Elektromobilität sowie ein intensiver globaler Wettbewerb, der zu sinkenden Produktionskosten geführt hat.

Gleichzeitig ist die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch inzwischen vollständig entfallen, was die Wirtschaftlichkeit eines Speichers zusätzlich verbessert. Wer also eine bestehende Photovoltaikanlage besitzt und auf Eigenverbrauch setzt, kann durch die Ergänzung eines Nachrüstspeichers deutlich mehr aus seiner Anlage herausholen als früher. So kann sich beispielsweise ein EcoFlow Speicher in vielen Fällen bereits in wenigen Jahren amortisieren – je nach Strompreis, Haushaltsgröße und Verbrauchsverhalten sogar deutlich schneller.

Beispielrechnung: Amortisation eines 5 kWh-Speichers

Nehmen wir an, Sie entscheidest sich für einen 5 kWh EcoFlow PowerOcean DC Fit Speicher zum Preis von ca. 4.500 €.

  • Sie können damit im Jahr etwa 2.500 kWh mehr selbst verbrauchen – statt sie für nur wenige Cent ins Netz einzuspeisen.
  • Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent/kWh ergibt sich daraus eine jährliche Ersparnis von ca. 750 €.
  • Damit amortisiert sich der Speicher nach etwa 6 Jahren – möglicherweise noch schneller, wenn die Strompreise weiter steigen.
  • Der Speicher hat in der Regel eine Lebensdauer von 10–15 Jahren, sodass sich die Investition auf lange Sicht deutlich lohnt.

6. So läuft die Umrüstung auf Eigenverbrauch mit Speicher

1. Technische Prüfung
Lassen Sie Ihre PV-Anlage von einem Fachbetrieb prüfen: Wechselrichter-Kompatibilität, Leitungen, Messkonzept.

2. Messkonzept anpassen
Moderne Umstellung erfolgt über Smart-Meter oder Zwei-Wege-Zähler. So wird Solarstrom zuerst im Haushalt genutzt, ehe Überschuss ins Netz geht.

3. Speicherinstallation
Speicher, wie der EcoFlow PowerOcean DC Fit, können ohne Wechselrichtertausch installiert werden – rapide Plug-and-Play-Lösung mit Servicestatus.

4. Anpassung bei Marktregelung
Melden Sie die Umstellung bei Ihrem Messstellen- und Netzbetreiber – damit die Abrechnung korrekt läuft.

5. Betrieb & Monitoring starten
Nutzen Sie App oder Webportal für Echtzeitsteuerung und Verbrauchsoptimierung. Bei intelligenter Nutzung erreichen Sie maximale Eigenverbrauchsquote.

7. Bestehende PV-Anlage durch neue ersetzen

Wenn Ihre Altanlage allerdings technisch schwächelt oder Reparaturen anstehen, kann auch ein kompletter Austausch sinnvoll sein. Neue Module sind deutlich effizienter – bei gleicher Fläche ist heute bis zu doppelt so viel Strom möglich. Durch den Preisrückgang von über 80% in den vergangenen 20 Jahren ist es heute sowohl finanziell machbar als auch wirtschaftlich sinnvoll, die verfügbare Dachfläche optimal auszunutzen.

Außerdem bekommen Sie für die neue Anlage wieder die volle EEG-Vergütung für 20 Jahre:

  • 12,60 Cent/kWh bei Volleinspeisung (Stand 2025)
  • 7,94 Cent/kWh bei Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung (Stand 2025)

Funktionstüchtige Altmodule können Sie oft weiterverwenden – z. B. im Gartenhaus, Wohnmobil oder für Inselanlagen.

Wir zeigen Ihnen, ob sich ein Austausch bei Ihnen lohnt.

8. Fazit

Wenn Ihre PV-Anlage 20 Jahre alt wird, müssen Sie sich entscheiden: Billig einspeisen – oder clever selbst nutzen. Die Umstellung auf Eigenverbrauch mit einem nachgerüsteten Stromspeicher ist wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll. Mit einem System wie dem EcoFlow PowerOcean DC Fit sind Sie flexibel, unabhängig – und machen Ihre Anlage zukunftssicher.

Aber auch für all jene, die sich vor einigen Jahren bewusst für eine Anlage ohne Speicher entschieden haben, ist eine Nachrüstung eine Überlegung wert. Damals war die Technik oft noch teuer oder der Eigenverbrauch nicht attraktiv. Heute hingegen sind Speicherlösungen günstiger, technisch ausgereift und bieten dir maximale Unabhängigkeit vom Stromversorger.

Und wenn Ihre Anlage altersbedingt schwächelt, Reparaturen anstehen oder Sie Ihr Dach effizienter nutzen wollen, kann ein kompletter Anlagentausch die beste Lösung sein. Neue Solarmodule sind leistungsstärker, preiswerter und bringen Ihnen wieder die volle EEG-Vergütung für 20 Jahre. Damit machen Sie aus Ihrem Dach das Maximum – wirtschaftlich wie ökologisch.